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Wir gönnen uns eine Auszeit
Um neue Energien, Ideen, Kreativität und Kraft nachzutanken, unternehmen wir eine kleine Reise ins Hinterland von Alicante für unsere bereits traditionelle Frühlings-Wanderwoche. Wir haben uns dieses Jahr die kurze Woche nach Ostern (10. - 13. April) ausgesucht. Am Montag Nachmittag, 16. April sind wir wieder mit neuem kreativem Elan zurück.
Wir wünschen Ihnen frohe, sonnige und erholsame Osterfeiertage.
Linotype-Der Film - Ein Flashback!
Die Nachricht, dass der weltberühmten und legendären Satzmaschine «Linotype» mit einem neuen Film ein dokumentarisches Denkmal gesetzt wird, hat wieder einmal ein heftiges Flashback in mir ausgelöst.
Die vom deutschen Uhrmacher Ottmar Mergenthaler entwickelte Satzmaschine revolutionierte die Druckindustrie Ende des 19. Jahrhunderts.
Der Dokumentarfilm «Linotype - The Film» erzählt diese spannende Geschichte vom Aufstieg der wohl komplexesten «Maschine» bis zu ihrem Ende durch die Verdrängung durch, zuerst den Fotosatz und danach den modernsten digitalen Produktionsvarianten.
Der Film hatte Anfang Februar Premiere in New York und einigen anderen US-Städten. Nun bleibt für mich einfach die Hoffnung, dass er auch bald den Weg in einen Zürcher Kinosaal findet....
Herzlichen Dank Ralf Hermann von typografie.info für den Hinweis!
Tutorial: Modelllandschaften (Makroeffekt) in Photoshop (CS4) erstellen
An diversen Orten sind sich bereits aufgetaucht und entwickeln sich zu einem kleinen, aber feinen gestalterischen Trend: Motive wie Modelllandschaften erscheinen zu lassen. Eigentlich täuschen wir das Auge nur mit einem Effekt ähnlich einer Makro-Fotografie.
Gerne möchte ich Euch anhand des Zürcher Hauptbahnhofs Schritt für Schritt erklären wie das geht.
Das richtige Motiv
Es liegt in der Natur der Sache, resp. der Betrachtung, dass Modelllandschaften meistens von oben, bzw. von einer erhöhten Position aus betrachtet werden. Wählt also ein Motiv, dass von einer höheren Position aus betrachtet wird
Bild kitschiger gestalten
1. Schritt: Modelllandschaften haben per se etwas kitschiges an sich...
Das Originalfoto bearbeiten wir zuerst mit der Funktion Bild - Auto-Farbton. Damit geben wir ihm eine etwas kräftigere und natürlichere Farbe und entfernen eine etwas dunstige Stimmung.
In einem zweiten Schritt gönnen wir ihm zusätzlich noch etwas knalligere Farben. Am besten erreicht man dies, wenn man die Sättigung und den Kontrast erhöht.
Sättigung erhöhen:
Uber die Funktion Bild - Korrekturen - Farbton/Sättigung... (Tastenkombination Ctrl-U) schrauben wir die Sättigung nach Belieben hoch. In meinen Beispiel habe ich sie um den Faktor 50 erhöht.
Kontrast erhöhen:
Dies geschieht über die Funktion: Bild - Korrekturen - Helligkeit/Kontrast...
Ich habe den Kontrast z. B. um den Faktor 30 erhöht.
So... jetzt sieht das Bild doch schon ein gutes Stück kitschiger aus.
Das Motiv fokusieren
Als nächstes ziehen wir einen Kreis oder eine Elypse um das zu fokusierende Motiv. In unserem Fall das Hauptgebäude des Hauptbahnhofs
Mit der Funktion Auswahl - Auswahl umkehren (oder der Tastenkombination Shift-Ctrl-I) kehren wir die Auswahl um.
Mit der Funktion Auswahl - Auswahl verändern - weiche Auswahlkante... (oder der Tastenkombination Ctrl-D) geben wir der Auswahl eine weiche Kante. Da dieses Bild eine hohe Auflösung hat, habe ich hier das Maximum von 250 Pixel gewählt. Wenn Dein Bild kleiner ist, solltest Du diesen Wert natürlich entsprechend kleiner wählen.
Makroeffekt setzen
Als letzten Schritt nutzen wir nun den Weichzeichner um den Makroeffekt zu gestalten.
Dies erreichen wir über die Funktion Filter - Weichzeichnungsfilter - Gaussscher Weichzeichner...
Hier darf, dank der Vorschaufunktion ein wenig getestet werden. Ich habe für mein Bild einen Radius von 10 Pixel gewählt.
Voilà... das war's!
Ich hoffe, das Tutorial hat euch gefallen und ich wünsche Euch viel Spass beim selber testen.
Muss oder darf ein öffentliches Spital teure Marketingkampagnen betreiben?
Vor kurzem haben sich die beiden Zimmerberger Krankenhäuser Sanitas in Kilchberg und das Zimmerberg-Spital in Horgen das Ja-Wort gegeben und zum «See-Spital» fusioniert. Dieser Akt wurde nun endgültig vollzogen und eine grosse Kommunikationskampagne gestartet. Im ganzen Bezirk Horgen hängen Handgriffe - üblicherweise über den Spitalbetten hängend - mit einem Auftruf zu einem Fotowettbewerb.
Kommunikationstechnisch finde ich die Idee und deren Umsetzung sehr gelungen. Aber angesichts explodierender Kosten im Gesundheitswesen und bei den Krankenkassenprämien frage ich mich doch ernsthaft, ob dies für ein öffentliches Spital sinnvoll ist. Ich frage mich sogar, ob es dies darf.
Der Bericht im Tagesanzeiger zeigt auf, dass die beiden Spitäler durch die Fusion massiv Kosten einsparen konnten. Wunderbar! Aber ich finde trotzdem, dass heutzutage im Gesundheitswesen jeder Rappen zählt und solche Kampagnen fragwürdig sind.
Ich finde solche Kampagnen sollten von Privatspitälern lanciert und somit von privat und halbprivat versicherten Patienten finanziert werden und nicht von allgemein versicherten und somit schlussendlich vom Steuerzahler.
Werden Hilfswerke geschröpft?
Eben wollte ich unsere neu gegründete Hilfsorganisation «Medhilfe Honduras» auf der Website www.spendenplattform.ch eintragen.
Für die Veröffentlichung von ein paar kurzen Informationen (Kurzportrait und 3 Hilfsprojekte) werden Hilfswerken CHF 399.- aus der Tasche gezogen. Schliesst man gleich einen 2-Jahresvertrag ab, sind es CHF 798. (man beachte den 'grosszügigen' Rabatt...).
Max Melliger aus Herrliberg, Gründer der Plattform schreibt auf seiner Homepage www.spendenmarketing.ch über sich selber:
«Die Gründung eines Kinderhilfswerkes hat meine Sicht der Dinge und meine Einstellung zum Leben nachhaltig geändert und bestimmt heute weitgehend mein Handeln und Denken.»
Gerne würde ich mich persönlich mit Herr Melliger aus Herrliberg darüber unterhalten, wie genau sich seine Sicht der Dinge und seine Einstellung zum Leben nachhaltig geändert hat und heute weitgehend sein Handeln und Denken bestimmt.
Meine Vermutung: Hilfswerke können hoffentlich sehr viel Geld einnehmen. Sein Denken und Handeln besteht möglicherweise darin, sich einen möglichst grossen Anteil dieses Kuchens abzuschneiden.
Ich verstehe durchaus, dass auch eine Internetplattform finanziert werden muss. Ich weiss allerdings ganz genau, wie hoch die Kosten für eine derartige Plattform sind. Wenn wir die Einnahmen von Herr Melliger mit den eingetragenen 163 Hilfsorganisationen zu je CHF 399.- zusammenrechnen, ergibt sich ein Total von CHF 65'037.- pro Jahr.
Die Erstellung einer vergleichbaren (sicherlich ansprechender gestalteten) Plattform bieten wir unseren Kunden in einem Bereich von CHF 2'000.- bis CHF 3'000.-, als einmalige Ausgabe an. Hinzu kommen die jährliche Registrierungsgebühr bei der Switch von CHF 17.-, das Hosting, welches vielleicht mit 100.- pro Jahr zu Buche schlägt und allenfalls einer Gebühr für den technischen Unterhalt der Website.
Ein hübsches jährliches Einkommen für, weiss Gott, sehr wenig Arbeit!
Herr Melliger ist aber nicht der erste und einzige, die von Hilfswerken profitieren. Es gibt noch eine ganze Reihe von weiteren 'Spendenmarketing'-Organisationen die sich da einordnen. Allen voran die Firma Corris AG. Aber dazu vielleicht ein späterer Blog-Eintrag.
In der Zwischenzeit ein kleiner Artikel zu diesem Thema:
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