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23.06.2011
06:11

Muss oder darf ein öffentliches Spital teure Marketingkampagnen betreiben?

Vor kurzem haben sich die beiden Zimmerberger Krankenhäuser Sanitas in Kilchberg und das Zimmerberg-Spital in Horgen das Ja-Wort gegeben und zum «See-Spital» fusioniert. Dieser Akt wurde nun endgültig vollzogen und eine grosse Kommunikationskampagne gestartet. Im ganzen Bezirk Horgen hängen Handgriffe - üblicherweise über den Spitalbetten hängend - mit einem Auftruf zu einem Fotowettbewerb.

Kommunikationstechnisch finde ich die Idee und deren Umsetzung sehr gelungen. Aber angesichts explodierender Kosten im Gesundheitswesen und bei den Krankenkassenprämien frage ich mich doch ernsthaft, ob dies für ein öffentliches Spital sinnvoll ist. Ich frage mich sogar, ob es dies darf.

Der Bericht im Tagesanzeiger zeigt auf, dass die beiden Spitäler durch die Fusion massiv Kosten einsparen konnten. Wunderbar! Aber ich finde trotzdem, dass heutzutage im Gesundheitswesen jeder Rappen zählt und solche Kampagnen fragwürdig sind.

Ich finde solche Kampagnen sollten von Privatspitälern lanciert und somit von privat und halbprivat versicherten Patienten finanziert werden und nicht von allgemein versicherten und somit schlussendlich vom Steuerzahler.

Reportage dazu bei Tagesanzeiger Online

See-Spital

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